Lipödem-Experten
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Manuelle Lymphdrainage bei Lipödem

Manuelle Lymphdrainage ist ein zentraler Baustein der konservativen Lipödem-Therapie. Sie reduziert Schwellungen und lindert das Schweregefühl – heilt das Lipödem aber nicht.


Manuelle Lymphdrainage bei Lipödem

Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Technik, die gezielt den Lymphfluss im Körper anregt. Bei Lipödem ist sie ein zentraler Bestandteil der konservativen Therapie.

Wie funktioniert manuelle Lymphdrainage?

Bei der manuellen Lymphdrainage führt der Therapeut langsame, kreisförmige Druckbewegungen auf der Haut aus. Diese Bewegungen orientieren sich am Verlauf des Lymphsystems und sollen Lymphflüssigkeit in Richtung der Lymphknoten bewegen. Die Technik ist sanft und deutlich weicher als eine klassische Massage.

Was bewirkt Lymphdrainage bei Lipödem?

Bei reinem Lipödem (ohne Lymphödem-Beteiligung) steht vor allem die Wirkung auf Schmerzen und Wohlbefinden im Vordergrund:

  • Reduzierung von Schweregefühl und Spannungsgefühl
  • Linderung von Druckschmerz in den betroffenen Regionen
  • Verbessertes allgemeines Wohlbefinden

Wenn bereits ein Lipo-Lymphödem besteht, hat die Lymphdrainage zusätzlich eine entstauende Wirkung auf die Schwellungen.

Wie oft und wie lange?

Die Häufigkeit richtet sich nach Beschwerdebild und ärztlicher Verordnung. Typischerweise wird Lymphdrainage zunächst mehrmals pro Woche verordnet, im Verlauf seltener. Da Lipödem eine chronische Erkrankung ist, ist eine dauerhafte Fortführung der Lymphdrainage in den meisten Fällen sinnvoll.

Wer darf Lymphdrainage durchführen?

Manuelle Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten oder Lymphtherapeuten durchgeführt. Nicht jede Massage ist Lymphdrainage – die Technik erfordert spezifische Ausbildung.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Manuelle Lymphdrainage bei Lipödem ist grundsätzlich als GKV-Leistung verordnungsfähig. Das erfordert eine ärztliche Verordnung (Heilmittelrezept). Langfristige Verordnungen sind über einen Langfristverordnungsantrag möglich.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Lymphdrainage bei Lipödem machen?

Die Häufigkeit richtet sich nach dem Beschwerdebild und der ärztlichen Verordnung. Initial werden oft 2–3 Mal pro Woche verordnet, im Verlauf kann die Frequenz reduziert werden. Da Lipödem chronisch ist, ist Lymphdrainage in den meisten Fällen eine dauerhafte Therapie. Langfristverordnungen sind möglich.

Zahlt die Krankenkasse Lymphdrainage bei Lipödem?

Ja. Manuelle Lymphdrainage ist als Heilmittel grundsätzlich kassenleistungspflichtig und wird auf Rezept erstattet. Für eine dauerhafte Versorgung kann beim Medizinischen Dienst ein Langfristverordnungsantrag gestellt werden, sodass keine wiederholten Neuverordnungen nötig sind.

Kann ich Lymphdrainage auch selbst machen?

Es gibt Techniken der Selbst-Lymphdrainage, die Therapeuten ihren Patientinnen beibringen. Diese können die professionelle Behandlung ergänzen, aber nicht ersetzen. Bei Lipödem empfehlen Fachleute zusätzlich das Tragen von Kompression während und nach der Drainage, um den Effekt zu erhalten.


Hinweis: Die Inhalte dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen an eine Ärztin oder einen Arzt.

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